Beispiele

Wie funktioniert CO2mmon?

Common wendet das Prinzip „1 Greencent für 1 kg nicht-emittiertes CO2“ auf Daten an, die wir in verschiedenen Sektoren aus verschiedenen Quellen sammeln.

Im Mobilitätssektor
Bei der Messung von Fahrten werden zwei Kriterien berücksichtigt: Entfernung und Transportmittel. Benutzer emittieren beispielsweise beim Radfahren kein CO2 und beim Fahren mit der Straßenbahn 12 g pro km. Bei einer Straßenbahnfahrt von 5 km verursacht ein Benutzer also die Emission von 60 g CO2. Wir nehmen dann die 138 g CO2, die ein Auto pro km in Städten ausstößt, berechnen die Differenz, rechnen das eingesparte CO2 in Greencents um und weisen diese dem Benutzer zu. Zum Beispiel für die 5 km mit der Straßenbahn: (138 – 60) x 5 = 390. Der Benutzer hat 390 g CO2 gespart: Er bekommt also 0,39 GC, da ein GC für 1 kg nicht-emittiertes CO2 steht, und 390 g = 0,39 kg.

Radfahren in der Stadt

Beispiele

Im Essensbereich
Gerichte und Lebensmittel werden zunächst nach vier Kriterien bewertet: Masse, Art, Herkunft und Produktionsweise (biologisch oder konventionell) jeder Zutat. Ein Curry aus Gemüse und Joghurt mit einem Gewicht von 330 g hätte beispielsweise einen CO2-Fußabdruck von 0,92 kg. Anschließend vergleichen wir dieses Ergebnis mit anderen Mahlzeiten und Produkten derselben Kategorie, beispielsweise Hauptgerichten, und schreiben Greencents Gerichten zu, deren CO2-Fußabdruck unter dem Durchschnitt der Kategorie liegt.

Im Strom-Bereich
Strom kann aus verschiedenen Quellen erzeugt werden: Kohle, Kernkraft, Gas, Wind, Sonne, Wasserstoff, Geothermie, Wasserkraft usw. Jede dieser Quellen hat einen anderen CO2-Fußabdruck und kann auch zuverlässig gemessen werden; Verbraucher können deshalb gezielt Ökostrom nutzen und dafür eine Prämie zahlen. Der CO2-Fußabdruck im Stromsektor wird als CO2-Emissionsintensität bezeichnet und in Gramm Kohlendioxid pro Kilowattstunde Strom für den Endverbrauch (g CO2/kWh) ausgedrückt. Der durchschnittliche CO2-Fußabdruck von Strom in Deutschland beträgt derzeit 380 g CO2/kWh. Verbraucht ein Nutzer beispielsweise 10 kWh Solarstrom, würde er einen unterdurchschnittlichen CO2-Fußabdruck erzeugen und würde daher durch die Berechnung der Differenz zwischen seiner CO2-Emissionsintensität und der durchschnittlichen in Greencents belohnt. Er würde sparen: (380 – 48) x 10 = 3320 g CO2, er würde also 3,32 GC bekommen.